Einzelbatterien sind verschlossene Akkumulatoren, die nicht nachfüllbar sind. Mit einem Einzelbatteriesystem ist es möglich die Stromversorgung in Leuchten einzubauen oder sie in der Nähe der Leuchte zu installieren. Eine Sicherheitsleuchte nach dem Einzebatteriesystem funktioniert bei Stromausfall völlig autark. Bei Netzausfall wird die Lampe durch die Batterie automatisch mit Strom versorgt. Nach DIN EN 60598-2-22 müssen die Batterien mindestens 4 Jahre einsatzfähig bleiben. Mit Hilfe von Einzelbatteriesystemen ist in kleineren bis mittleren Bauvorhaben eine vorschriftsgemäße und kostengünstige Sicherheitsbeleuchtung möglich.


 Vorteile sind:

  • eine einfache Kabelverlegung ohne Funktionserhalt
  • kein Bedarf an separaten Räumlichkeiten für die Anlagentechnik.

Nachteile sind:

  • kurze Lebensdauer der Akkumulatoren von ca. 4 Jahren und die damit verbundenen hohen Wartungskosten.

Zentrale Überwachungsgeräte erleichtern erheblich die vorgeschriebenen Überprüfungen bzw. Wartungsarbeiten und sollten bei Anlagen über 30 Leuchten mittlerweile Standard sein.

Grundsätzlich müssen Batterien für zentrale Sicherheitsstromversorgungsanlagen eine Gebrauchsdauer von mindestens 10 Jahren haben.
Wegen der besonderen sicherheitstechnischen Anforderung dürfen nur langlebige Batteriebauarten eingesetzt werden, die für Erhaltungsladung besonders geeignet sind.
Batterien gelten als betriebsbewährt, wenn von ihnen eine Norm existiert und die Batterie am Markt von verschiedenen Herstellern angeboten wird. Der Nachweis der Langlebigkeit gleichwertiger Batteriebauarten ist erbracht, wenn die Batterie eine vom Hersteller garantierte Brauchbarkeitsdauer von mindestens 10 Jahren hat und vom Hersteller bestätigt wird, dass die Haltbarkeit nach DIN 43 539 Teil 4 (Prüfungen an ortsfesten Zellen und Batterien) oder vergleichbaren Prüfvorschriften geprüft wurde.

Die DFN Mitglieder verwenden ausschließlich Batterien die folgende Prüfungen erfüllen:

  • Kapazitätsprüfung
  • Eignung für Erhaltungsladen
  • Haltbarkeit in Entlade- und Ladezyklen
  • Selbstentladung
  • Kurzschlusssicherheit
  • Mechanische Stabilität

Die Sicherung der Stromversorgung für medizinische und technische Einrichtungen in Krankenhäusern ist eine Notwendigkeit, die dem Schutz des Lebens und der Sicherheit der Patienten dient. Für Krankenhäuser, Polikliniken und andere bauliche Anlagen mit entsprechender Zweckbestimmung ist im Wesentlichen die DIN VDE 0100 Teil 710 zu beachten. Bei Störung der allgemeinen Stromversorgung müssen die medizinisch-technischen Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebs dienen, aus einer Sicherheits-Stromversorgung betrieben werden.

BSV – Anlagen sind speziell für den Einsatz in Krankenhäusern und
Arztpraxen konzipiert. Es sind grundsätzlich zwei Ausführungen lieferbar:

  • 230V AC für lebenswichtige Verbraucher
  • 24V DC für Operationsleuchten

BSV – Anlage für 230V Geräteversorgung
Die Batteriekapazität muss für einen dreistündigen Betrieb ausgelegt sein. 
Sie kann auf 1 Stunde reduziert werden, wenn eine zweite unabhängige Sicherheitsstromversorgung vorhanden ist, die die Mindestbetriebsdauer 
von 3 Stunden sicherstellt. Umschaltzeit je nach Art der Verbraucher 
von 0,5 – 15 s.
Die Anlagen müssen die Versorgung der Verbraucher bei einem Absinken 
der Netzeingangsspannung unter 10% übernehmen.

Anwendungsgebiete

  • Operationsleuchten und vergleichbare Leuchten
  • Therapiegeräte
  • Mess- und Analysegeräte
  • Elektrische Werkzeuge

BSV – Anlage für 24V OP-Leuchten
Die Batteriekapazität muss für einen dreistündigen Betrieb ausgelegt sein. Sie kann auf 1 Stunde reduziert werden, wenn eine zweite unabhängige Sicherheitsstromversorgung vorhanden ist, die die Mindestbetriebsdauer von 3 Stunden sicherstellt. Umschaltzeit < 0,5 s.
Die Anlagen müssen die Versorgung der Verbraucher bei einem Absinken der Netzeingangsspannung unter 10% übernehmen. Anlagenbedingte Spannungsabfälle müssen um ± 5% der Nennspannung in Schritten von < 2% angepasst werden können.

Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) wird eingesetzt, um bei Störungen im Stromnetz die Versorgung kritischer elektrischer Verbraucher (Lasten) sicherzustellen. Die Anlagen werden zwischen das Versorgungsnetz und den kritischen Verbraucher geschaltet. Sie haben die Aufgabe eine Qualitativ hochwertige unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten.

Die Ursachen einer gestörten Stromversorgung sind vielfältig:

  • Störungen im öffentlichen Versorgungsnetz
  • Generatorbetrieb
  • Spannungsunterbrechungen
  • Spannungsausfälle
  • vorübergehende Überspannungen
  • Frequenzschwankungen

Es gibt verschiedene Technologien für USV- Anlagen:

Statische unterbrechungsfreie Stromversorgung
Die Erzeugung der Ausgangsspannung erfolgt bei dieser Technologie grundsätzlich über statische Wechselrichter. Als Energiequelle kommen überwiegend Bleiakkumulatoren zum Einsatz.

Dieseldynamische unterbrechungsfreie Stromversorgung
Diese Technologie beschränkt sich auf Leistungen von 100 bis 1750 kVA. Die dieseldynamische USV-Anlage ist ein bewährtes System und besteht aus einem Dieselmotor, der über eine elektromagnetische Kupplung an einen kinetischen Energiespeicher und an eine Synchronmaschine gebunden ist.

Notstromaggregat
Bei einem Notstromaggregat nach DIN 6280-13 handelt es sich um eine Einheit aus einem Dieselmotor und einem Generator. Solche Geräte werden überall dort eingesetzt, wo ein Ausfall eines öffentliches Stromnetzes über mehr als 15 Sekunden gravierende Folgen hätte, wie z. B. bei einem Krankenhaus, einer chemischen Anlage oder EDV-Anwendungen in Verbindung mit einer statischen USV-Anlage.

Copyright © 2016. All Rights Reserved. 

Deutscher Fachverband Notlichtsysteme e.V. | Holter Straße 61 33758 Schloß Holte-Stukenbrock | Telefon +49 (0)5207 9199-18